Außerbörsliche Beteiligungen – Jetzt in der Niedrigzinsphase besonders attraktiv

Die Niedrigzinsphase an den Kapitalmärkten hält bereits seit mehreren Jahren an. Während eine große Gruppe von Anlegern trotzdem an klassischen Anlageprodukten wie dem Tagesgeld oder dem Sparkonto festhält, sind viele andere Investoren von den niedrigen Zinsen genervt und suchen nach alternativen Anlagemöglichkeiten. Unter dieser Voraussetzung kommt immer öfter entweder das Investment in Aktien oder eine oftmals sehr spannende außerbörsliche Beteiligung infrage.

Börse ist vielen Anlegern zu volatil

Der Deutsche Aktienindex hat sich in der jüngeren Vergangenheit relativ volatil gezeigt, war also größeren Schwankungen unterlegen. Dies trifft auf zahlreiche weitere Börsen rund um den Globus ebenfalls zu. Eine Reihe von Anlegern, die nach einer renditestärkeren Alternative zum Festgeld oder zu Bundeswertpapieren suchen, entscheiden sich trotzdem auch deshalb gegen den Kauf von Aktien. Oftmals ist die hohe Schwankungsbreite ein wesentlicher Kritikpunkt. Aber auch die zum Teil nicht transparenten Einflussfaktoren auf die Kurse stellen für Investoren ein Hindernis dar, an der Börse aktiv zu werden. Unter anderem aus diesen Gründen sind in den letzten zwei Jahren außerbörsliche Beteiligungen in Unternehmen zu einem echten Trend geworden.

Wie beschaffen sich Unternehmen grundsätzlich Kapital?

Bevor wir konkret auf das spannende Investment über den Weg der außerbörslichen Beteiligungen eingehen, möchten wir Ihnen noch kurz einen Überblick darüber geben, auf welche Art und Weise sich Unternehmen heutzutage prinzipiell Kapital beschaffen können.

In erster Linie handelt es sich um die folgenden Maßnahmen:

  • Kreditaufnahme (Bank)
  • Projektfinanzierung (Kredite von privat)
  • Emission von Aktien
  • Emission von Anleihen
  • Außerbörsliche Beteiligungen anbieten

Am geläufigsten ist Ihnen sicherlich die Ausgabe von Aktien und Anleihen, die Sie anschließend über die Börse erwerben können. Der Nachteil dieser Form der Kapitalbeschaffung für Unternehmen sind allerdings die hohen Kosten. Zudem kommt die Emission von Aktien natürlich nur für eine Aktiengesellschaft als Unternehmensform infrage. Der Bankkredit ist für zahlreiche Firmen ebenfalls nicht die beste Lösung, insbesondere für StartUps oder mittelständische Unternehmen, da viele Kreditinstitute sehr streng mit der Vergabe von Geschäftsdarlehen sind.

Außerbörsliche Beteiligungen: attraktive Alternative für Anleger?

In den letzten Jahren haben sich immer mehr Unternehmen für eine bestimmte Form der Kapitalbeschaffung entschieden, nämlich potentiellen Investoren eine außerbörsliche Beteiligung anzubieten. In diesem Fall geben die Unternehmen also weder Aktien noch Anleihen aus, sondern stattdessen kann sich der interessierte Anleger außerhalb der Börse beteiligen. Oftmals erhält der Investor im Gegenzug keinen festen Zins, sondern stattdessen eine Gewinnbeteiligung. Es gibt aber auch Beteiligungsformen, bei denen der Ertrag festgeschrieben wird, beispielsweise bei einem Nachrangdarlehen. Ob außerbörsliche Beteiligungen für Sie als Anleger interessant und vor allem attraktiv sein können, hängt natürlich vor allem von zwei Faktoren ab: die erzielbare Rendite sowie das Risiko, welches Sie mit der Anlage eingeben. Da es äußerst vielfältige Formen solcher Beteiligungen gibt, lässt sich zur Rendite keine pauschale Aussage treffen. Mit etwas Glück und Geschick erzielen Sie mit Ihrem Investment einen Gewinn von acht Prozent und mehr pro Jahr. Es kann allerdings ebenfalls passieren, dass Sie sogar Kapitalverluste erleiden. Insbesondere aus diesem Grund ist es empfehlenswert, dass Sie sich sehr genau mit dem Unternehmen beschäftigen, in welches Sie eventuell über den Weg einer außerbörslichen Beteiligung investieren möchten.

Informationen zum Unternehmen beschaffen: Welche Möglichkeiten gibt es?

Da außerbörsliche Beteiligungen in der Regel fernab des regulierten Marktes ablaufen, ist es umso wichtiger, dass sich interessierte Anleger ausführlich über das jeweilige Unternehmen informieren. Dies kann beispielsweise auf den folgenden Wegen und anhand einiger Unterlagen und Dokumente erfolgen:

  • Webseite des Unternehmens
  • Geschäftsbericht
  • Handelsregis­ter­auszug
  • Wirtschaftsnews-Portale
  • Google-Suche und Foren-Einträge

Die Webseite des betreffenden Unternehmens ist natürlich als Informationsquelle nicht unbedingt neutral, gibt aber dennoch erste Anhaltspunkte. Deutlich aussagekräftiger ist hingegen der Geschäftsbericht, anhand dessen Sie das Unternehmen beispielsweise im Zuge der sogenannten Fundamentalanalyse mittels diverser Kennzahlen analysieren können. Ebenfalls interessant ist ein Blick ins Handelsregister, denn dort erfahren Sie beispielsweise etwas zum Grund- oder Stammkapital der Firma, über die Namen der Geschäftsführer bzw. Vorstände und weitere Details, die interessant sein können. Falls Sie keine Gelegenheit haben, das Handelsregister vor Ort einzusehen, können Sie alternativ natürlich auch einen Handelsregis­ter­auszug online bestellen.

Chancen und Risiken außerbörslicher Beteiligungen

Die große Chance besteht bei außerbörslichen Beteiligungen für Sie als Anleger vor allem in der oft überdurchschnittlichen Rendite. Erträge zwischen sechs und zehn Prozent sind durchaus keine Seltenheit, wenn Sie sich dafür entscheiden, außerhalb der Börse in Unternehmen bzw. einzelne Projekte zu investieren. Der Nachteil besteht allerdings in der nicht geringen Gefahr, dass Sie entweder keine Gewinnbeteiligung erhalten oder sogar Kapitalverluste entstehen. Sie können allerdings etwas tun, um Ihr Gesamtrisiko zu reduzieren: Diversifizieren! Damit ist gemeint, dass Sie Ihr Investitionskapital nicht in ein Unternehmen stecken, sondern das Vermögen auf mehrere Beteiligungen bzw. Projekte aufteilen.

Unser Fazit zu außerbörslichen Beteiligungen

Als Fazit lässt sich festhalten, dass außerbörsliche Beteiligungen in der aktuellen Niedrigzinsphase für viele Anleger eine sehr interessante Alternative zu klassischen Investments in Bundeswertpapiere, Festgelder oder auch Aktien sein können. Wenn Sie sich ausreichend informieren und die Risiken im Blick haben, können Sie nicht selten von einer sehr guten Rendite bei dieser Art von Geldanlage profitieren. Bedenken Sie jedoch, dass es sich meistens um keine sehr sichere Anlage handelt, sodass sich das Aufteilen Ihres Kapitals auf mehrere Beteiligungen empfiehlt.

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